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Unternehmen
3.11.09
Deutsche Produktion springt an

Die Produktion im deutschen Produzierenden Gewerbe ist im August um 1,7 % zum Vormonat gestiegen. Der Produktionsstau beginnt sich damit zu lösen, weitere Zuwächse befinden sich in der Pipeline. An der niedrigen Kapazitätsauslastung wird dies aber nur wenig ändern.


Nachdem die Aufträge in Deutschland bereits in den Monaten zuvor deutlich gestiegen waren, ist im August nun auch der Knoten bei der Produktion im Produzierenden Gewerbe geplatzt. Gegenüber dem Juli betrug der Zuwachs 1,7 %. Ein merklicher Impuls kam dabei aus dem Bausektor (+4,2 %). Innerhalb der industriellen Hauptgruppen verbuchten die Hersteller von Vorleistungsgütern (+3,4 %) erneut den größten Anstieg für sich.

Durch den Produktionszuwachs im August bleiben die Perspektiven für das dritte Quartal 2009 günstig. Von Juli bis August liegt die Produktion derzeit 1,9 % über dem Durchschnitt des zweiten Quartals. Da die Auftragslage nicht auf einen Rücksetzer hindeutet und wichtige Stimmungsindikatoren unverändert Wachstumssignale senden, ist die Produktion wahrscheinlich auch im September ausgeweitet worden. Der im Vorquartalsvergleich gemessene Produktionsanstieg scheint damit auf 2,5-3,0 % hinauszulaufen. Unsere Prognose eines deutlichen BIP-Anstiegs wird dadurch gestützt.

Auch für das vierte Quartal bleiben die Produktionsaussichten günstig. Hierfür sprechen die positiven Impulse durch die Konjunkturpakete. Zudem durften die Unternehmen eine Auffüllung ihrer Lager vorantreiben. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Konjunkturbelebung auf extrem niedrigem Niveau stattfindet. Dabei reichen die von uns erwarteten Produktionszuwächse nicht aus, um die bestehende Unterauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten nennenswert zu verringern.

Konjunkturelle Schatten dürften zudem nach der Jahreswende aufziehen, wenn die fiskalischen Impulse nachlassen werden. An der krisenhaften Situation der Wirtschaft ändert sich somit erst einmal wenig. Dies bedeutet aber vor allem eines: Die Arbeitslosigkeit dürfte noch deutlich steigen.





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